Eine Fahrt mit der Magnetschwebebahn Transrapid
Bitte beachten: Es liegen uns keinerlei Informationen über den Fahrbetrieb und Besuchsmöglichkeiten der Teststrecke vor.
Aus aktuellem Anlaß: Wir trauern mit den Freunden, Mitarbeitern und Angehörigen um die Verstorbenen des schweren Unglücks in Lathen am Morgen des
22. September 2006. zur Meldung
Ein ganz besonderes Erlebnis für einen Urlaub im Emsland ist sicherlich ein Besuch beim Besucherzentrum der Magnetschwebebahn-Teststrecke in Lathen.
Die Magnetschwebebahn Transrapid beim Besucherzentrum in Lathen/Emsland.
Die Schwebebahn der Versuchsstrecke in Lathen wird regelmäßig getestet. Dabei wird die Strecke vermessen und auch die Höchstgeschwindigkeit wird ausgefahren. Wer dies einmal selbst miterleben möchte kann dies ganz einfach tun, indem er sich frühzeitig über das Besucherzentrum der Betreiberfirma der Teststrecke, der IABG GmbH einen Platz reservieren läßt. Die Kosten für eine Fahrt liegen derzeitig (2006) bei 18,- Euro pro Person, Kinder bis 16 Jahren zahlen nur 6,- Euro und unter sechs darf man sogar kostenlos mitfahren.
Die Magnetschwebebahn Transrapid auf ihrer Trasse, einer Schiene aus Betonpfeilern in der der "Motor" der Bahn, viele starke Elektromagneten untergebracht ist.
Von außen sieht die Transrapid schon ziemlich futuristisch aus: stromlinienförmig liegt sie auf ihrer Trasse und läßt die Gäste, die mittels einer Metalltreppe zu ihr heraufsteigen müssen, schließlich liegt die Bahn einige Meter über der Erde, eintreten. Von innen sieht die Bahn aus wie ein ganz normaler, gepflegter Bahnwaggon.
Die Fahrt beginnt, wenn ein Ruckeln durch den Zug geht und nun schwebt sie und alle, die darin sitzen mit ihr. Der Spalt, der zwischen Trasse mit den dort angebrachten Elektromagneten und der Bahn klafft ist ca. 10 mm groß. Doch dies reicht schon, um den Reibungswiderstand der Bahn zu verringern und sie so zu einem leisen, energiesparenden und schnellen Fortbewegungmittel zu machen.
Die Trasse der Magnetschwebebahn liegt in ca. 4 Meter Höhe und schlängelt sich durch die Baumwipfel des Emslandes.
Ganz langsam geht es los. Die Anzeige im Waggon zeigt: 1 km/h – nicht sehr beeindruckend. Die Anzeige steigt und ein Blick aus dem Fenster zeigt, daß wir tatsächlich fahren, äh schweben, denn die Landschaft Kühe, Wald und Wiesen ziehen mit zunehmender Geschwindigkeit an uns vorbei.
Die Trasse der Teststrecke ist von der Form her länglich mit jeweils einer Schlaufe an den Enden, damit sie dort in einer Kreisform wenden kann. Auf der langen Strecke kann die höchste Geschwindigkeit gefahren werden und die ist – ich staune nicht schlecht 380 Stundenkilometer. Dabei ist der ganze Zug leiser und ruhiger als wenn ich mit meinem Auto 50km/h fahre. Unglaublich.
Der Foto-Beweis: Die Magnetschwebebahn fährt tatsächlich 379 km/h und man merkt es kaum.
In den Kurven sind wir nicht ganz so schnell, aber immerhin noch schnell genug, daß sich die Bahn ganz schön in die Seite neigt. Schaue ich links aus dem Fenster sehe ich nur die Wiese unter mir, schaue ich nach rechts, sehe ich nur den Himmel. Himmel – das ist schon fast wie fliegen.
Die Fahrt in der Transrapid ist wirklich sehr beeindruckend und ein (zur Zeit noch) einmaliges Erlebnis. Nach der Fahrt kann man sich noch einen Film über die Bahn anschauen und auf dem Heimweg von dem Geschwindigkeitsrausch zwar schwelgen, aber diesen bitteschön nicht versuchen nachzumachen.